1. Mai – Kampf- und Feiertag seit 1890
Von Jürgen Keil, Blickpunkt 04/2011;
Heute ist der 1. Mai – Dank der Kämpfe - in vielen Ländern ein Feiertag. Trotzdem bleibt der 1. Mai der Kampftag für alle abhängig Beschäftigte. Die Menschen im Arbeitsprozess begehen und feiern solidarisch jedes Jahr gemeinsam mit Rentnern, Behinderten, Kranken, Jugendlichen und Kindern diesen Tag.
Von Jürgen Keil, Blickpunkt 04/2011
Im Jahr 1889 rief die Zweite Internationale zum Gedenken an die Opfer der Arbeiterproteste in Chicago von 1886 den 1. Mai als „Protest und Gedenktag für der Arbeiterbewegung“ aus. Zum ersten Mal wurde dieser „Protest- und Gedenktag“ am 1. Mai 1890 mit Massenstreiks und Massendemonstrationen in vielen Ländern begangen.
Heute ist der 1. Mai – Dank der Kämpfe - in vielen Ländern ein Feiertag. Trotzdem bleibt der 1. Mai der Kampftag für alle abhängig Beschäftigte. Die Menschen im Arbeitsprozess begehen und feiern solidarisch jedes Jahr gemeinsam mit Rentnern, Behinderten, Kranken, Jugendlichen und Kindern diesen Tag.
Die Solidarität füreinander und für Andere steht auch im Mittelpunkt der internationalen Gewerkschaftsbewegung. Dies kommt auch im diesjährigen 1.-Mai-DGB-Motto
„GUTE ARBEIT FÜR EUROPA –
GERECHTE LÖHNE, SOZIALE SICHERHEIT“
zum Ausdruck.
Der DGB verweist auf seiner Internetseite www.dgb.de darauf, dass die „Gewerkschaftsarbeit aktueller denn je“ ist. Die Begründung lautet:
„Die Gewerkschaften kämpfen schon immer für gerechte Löhne, soziale Sicherheit und gute Arbeit. Diese Themen sind aktueller denn je. Wenn versucht wird, die Folgen der Euro-Krise auf Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und sozial Schwache abzuwälzen, müssen wir in Deutschland und in ganz Europa dagegen kämpfen.“
Nicht nur DIE LINKE hat festgestellt, dass die Sparmaßnahmen in Europa und Deutschland falsch sind, sondern auch der DGB und seine Aussage dazu lautet:
„Die einseitige Sparpolitik zur Rettung Europas gefährdet Wachstum, Beschäftigung und den sozialen Zusammenhalt. Die bisherigen Maßnahmen führen unsere Gesellschaften in eine Sackgasse aus Armut, Ungleichheit, Rezession und letztlich höherer Verschuldung, politischer Instabilität und gefährden die bisherigen Fortschritte in der Integration. Nur einseitig zu sparen birgt die Gefahr, dass das deutsche und europäische Wachstum abgewürgt wird. Wir wollen ein gerechtes, prosperierendes und demokratisches Europa - frei von Zukunftsängsten, frei von Armut, mit Teilhabe an Arbeit, Vermögen sowie Wohlstand für alle.“
Um die sozialen Ungerechtigkeiten zu beseitigen, ist ein entschlossener gemeinsamer Kampf erforderlich. Vorrangige Ziele für die LINKEN sind.
- 10 Euro Mindestlohn, gleicher Lohn für gleiche Arbeit (keine Leiharbeit u. a.)
- Soziale Gerechtigkeit für alle Menschen (Weg mit HARTZ IV! Abschaffung der Zwangsarbeit, keine Beschäftigung zum Null-Euro-Tarif u. a.)
- Keine Rente ab 67 Jahren, Einführung eines gerechten Rentensystems, Einführung einer Mindestrente
- Schaffung eines gerechten Gesundheitssystems (Medikamente und Behandlung müssen für die Kranken bezahlbar bleiben)
- Gleiche Bildungschancen für alle Kinder und Jugendliche
Die genannten Ziele (neben anderen Zielen) sind ein wesentliches Erkennungszeichen für DIE LINKE.
Im Gegensatz zu den Parteien der HARTZ-IV-Allianz (SPD, Grüne, CDU/CSU und FDP) tritt DIE LINKE nicht nur vor den Wahlen und an Feiertagen für soziale Gerechtigkeit ein. Zurzeit unterstützt DIE LINKE hier in Bitterfeld-Wolfen und Umgebung die „Bürgerinitiative gegen Mieterhöhung“ in ihrem Kampf gegen die drastischen Mieterhöhungen (von vielen Menschen auch Mietwucher genannt) der WBG (Wohnungs- und Baugesellschaft Wolfen m.b.H.) und der WGW (Wohnungsgenossenschaft Wolfen e.G.).

