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Demo in Berlin am 16. Mai 2009

 

Von Günther Lidke

 

Zu dieser großen Demonstration, man spricht von 100.000 Teilnehmern, waren auch Kollegen aus Bitterfeld-Wolfen, Genossen der LINKEN, der MLPD und anderer Organisationen nach Berlin mitgefahren.

 

 

Von Günther Lidke

Zu dieser großen Demonstration, man spricht von 100.000 Teilnehmern, waren auch Kollegen aus Bitterfeld-Wolfen, Genossen der LINKEN, der MLPD und anderer Organisationen nach Berlin mitgefahren. Aber im Bus war noch Platz!
Die Teilnehmer der Demo forderten, dass die Folgen der Finanzkrise die Großbanker und die großen Finanzspekulanten zu tragen haben, welche die jetzige Krise zu verantworten haben. Für uns war es ein großes Erlebnis, dass wir, die Demonstranten, den Herrschenden, den Bankern und den Kapitalisten unseren Kampfeswillen zeigten. Jeder konnte erkennen, wenn die Arbeiterklasse es will, dann kämen Merkel und ihre Anhänger (Kapitalvertreter) nicht an ihnen vorbei. In seiner Rede kündigte Michael Sommer laut weitere Aktionen an: Ich bin gespannt, was daraus wird. DIE LINKE sollte durch eigene Aktionen der Forderung nach einer „gerechten Verteilung der Reichtümer“ noch mehr Nachdruck verleihen.

Ein so genanntes „kritisches“ Flugblatt, verteilt wie Hunderte anderer Infoblätter von allen möglichen Organisationen, die sich teils als „bessere Linke“ bezeichnen, lässt bedenkliche Tendenzen erkennen. In diesem Flugblatt steht:

„Die Fäuste ballen – aber den sozialen Frieden bewahren! Bitte denkt nicht an Streik!“

Zum Schluss heißt es im Flugblatt:

„… wenn einige Arbeitnehmer nun meinen, zurück zum Klassenkampf zu wollen, dann sagen wir ihnen klipp und klar: Ohne uns, da machen wir nicht mit.“

 

Meine Schlussfolgerung:

Die Mehrheit der Beschäftigten muss davon überzeugt werden, dass ein Streik nicht nur ein Mittel ist, um ihren berechtigten Forderungen – Nachdruck zu verleihen. Es muss jedem klar gemacht werden, dass der Streikkampf ein Recht ist, welches den Herrschenden in jahrzehntelangen Kämpfen abgerungen werden konnte. Dieses Recht darf nicht leichtfertig aufgeben werden. Diejenigen, welche den Streik ablehnen, betreiben eine Art „Beschwichtigungspolitik“. Es muss deshalb noch mehr Druck gemacht werden, dass die politische Forderung unserer Partei DIE LINKE nach der Durchführung von Generalstreiks von der Mehrheit der Menschen, nicht nur akzeptiert sondern als politisches Mittel anerkannt wird.

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