Die Frauen dieser Welt
Von Klaus Fettig
Am 8. März feiern die fortschrittlichen Menschen den Internationalen Frauentag.
Von den etwa 6,4 Milliarden Menschen, die auf unserem Planeten leben, sind 3,5 Milliarden Frauen.
Von Klaus Fettig
Am 8. März feiern die fortschrittlichen Menschen den Internationalen Frauentag.
Von den etwa 6,4 Milliarden Menschen, die auf unserem Planeten leben, sind 3,5 Milliarden Frauen. Sie werden noch heute im 21. Jahrhundert ausgebeutet, unterdrückt und versklavt. Dies trifft nicht nur auf die Staaten der so genannten Dritten Welt oder auf die Schwellenländer zu. Auch in den Industrieländern werden Frauen benachteiligt und es wird wieder versucht, sie in die Rolle der 3 K´s - Küche - Kinder - Kirche - zurückzudrängen. Das ist auch in der Bundesrepublik Realität, wo Frauen immer noch 23 Prozent weniger verdienen, ihre Aufstiegschancen in führende Positionen der Wirtschaft und Wissenschaft sind um einiges geringer, als die der Männer.
Der Kampf der Frauen um ihre Gleichstellung in der Gesellschaft wird schon so lange geführt, wie es die menschliche Gesellschaft gibt. Aber erst mit der technischen Revolution und der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts begannen verstärkt die Bestrebungen der Frauen nach wirtschaftlicher und sozialer Selbstständigkeit und ihrer politisch-rechtlichen Gleichstellung mit den Männern.
In Großbritannien wurden ab Mitte des 19. Jahrhunderts durch die Bildung der ersten Frauenrechtsbewegungen in London u. a. Städten (1866), so z. B. die Vereine „The subjection of women“ oder „National Union of Women´s Suffrage Societies“. Es ermöglichte, Gesetzesvorlagen und Petitionen in das Unterhaus einzubringen. Sie wurden natürlich durch die Männer abgelehnt.
In den USA führte der Kampf der Frauen über die „Antisklaverei - Bewegung“, über die Versammlung für Frauenrechte (1848) in Seneca Falls zu ihrer konsequenten Haltung im amerikanischen Bürgerkrieg (1861-65). In den Bundesstaaten Wyoming (1869), Colorado (1893), in Idaho und Utah (1896) wurde das Frauenwahlrecht zuerst eingeführt. Das war schon ein Fortschritt.
Die Frauenbewegung wurde in den deutschen Staaten - Mitte des 19. Jahrhunderts durch bürgerlich-humanistische Persönlichkeiten, wie z. B. durch Bertha von Suttner vorangebracht. Im Jahre 1865 wurde in Berlin der Verein zur „Förderung der Frauenerwerbstätigkeit“, 1888 der Frauenverein „Reform“, 1898 der Verein „Frauenbildung - Frauenstudium“ gegründet. Mit der Bildung des Deutschen Reiches im Jahre 1871 verbesserten sich die organisatorischen Möglichkeiten.
Die proletarische Frauenbewegung entwickelte sich Ausgang des 19. Jahrhunderts, auch durch die rasche Industrialisierung in Deutschland und durch den steigenden Einfluss der revolutionären Sozialdemokratie. In seinem Werk „Die Frau und der Sozialismus“ (1879) hob August Bebel die Bedeutung der Einbeziehung der Frauen in den politisch-sozialen Kampf hervor.
Vom 28. August bis 3. September 1910 tagte in Kopenhagen der Internationale Sozialistenkongress. 896 Delegierte aus 23 Ländern, darunter eine große Anzahl von Frauen, vertraten 8 Millionen organisierte Arbeiter.
Clara Zetkin, Käte Duncker u. a. Frauen stellten den Antrag, nach dem Beispiel der amerikanischen Sozialistinnen alljährlich einen Internationalen Frauentag zu begehen.
Die Grundforderungen - allgemeines Frauenwahlrecht, die politische, wirtschaftliche, rechtliche, soziale und kulturelle Gleichstellung der Frau in der Gesellschaft. Diese Anträge wurden durch die Delegierten einstimmig beschlossen.
Zum Abschluss die Frage - was wurde bis jetzt verwirklicht?

