Die neue Thälmannbiographie
Von Manfred Wiesnewsky, Blickpunkt 07/2011;
Die neue Thälmannbiographie, richtig gesagt, der Thälmann-Report der Autoren Eberhard Czichon und Heinz Marohn entstand unter Mitarbeit des Gen. Ralf Dobrawa, Rechtsanwalt in Gotha. In seinem Beitrag, dem Report unter dem Titel “Der lange Weg der BRD-Justiz“, befasst er sich mit der Strafverfolgung der Mörder Ernst Thälmanns durch die BRD-Justizbehörden.
Von Manfred Wiesnewsky, Blickpunkt 07/2011
Die neue Thälmannbiographie, richtig gesagt, der Thälmann-Report der Autoren Eberhard Czichon und Heinz Marohn entstand unter Mitarbeit des Gen. Ralf Dobrawa, Rechtsanwalt in Gotha. In seinem Beitrag (am 10.05.2011 im KH Bitterfeld-Wolfen, Puschkinplatz), dem Report unter dem Titel “Der lange Weg der BRD-Justiz“, befasst er sich mit der Strafverfolgung der Mörder Ernst Thälmanns durch die BRD-Justizbehörden. Diese wie ein Kriminalstück besonderer Art anmutende Tätigkeit bzw. Untätigkeit der BRD-Justiz und die beharrliche Verfolgung aller Spuren zur Aufklärung des Mordgeschehens durch die von Rosa Thälmann beauftragten Rechtsanwälte seit dem 11.04.1962 waren denn auch Inhalt seines Vortrages. Dieses Verfahren wurde im Laufe der folgenden zwei Jahrzehnte verschleppt, eingestellt, nach erfolgten Beschwerden wieder aufgenommen, daraufhin mit den unterschiedlichsten, zumeist fadenscheinigen Begründungen wieder eingestellt, dann wieder aufgenommen und so weiter und so fort, bis dann Ende August 1988 der vermutliche Mörder Otto freigesprochen und die eingelegte Revision der Tochter Ernst Thälmanns als Nebenklägerin zurückgewiesen wurde. Letzten Endes blieb der Mord ungesühnt, weil die Beteiligten entweder zwischenzeitlich verstarben, andere “sich an nichts mehr erinnern“ konnten und die „allgemeine Unlust und Untätigkeit der Justiz der BRD bei allen Verfahren gegen nazistische Gewaltverbrecher auf der nahtlosen Übernahme des vom Nazismus geprägten Feindbildes des Kommunismus beruht“ (Zitat aus dem Report).

