Ehrensold
Von Klaus Fettig, Blickpunkt 04/2011;
Die kritische und vor allem berechtigte Diskussion über den gesetzlich durch die Bundesregierung festgelegten „Ehrensold“ in Höhe von 199.000 € im Jahr für einen Ex-Bundespräsidenten hat in den letzten 4 Monaten besonders hohe Wellen geschlagen.
Von Klaus Fettig, Blickpunkt 04/2011
Die kritische und vor allem berechtigte Diskussion über den gesetzlich durch die Bundesregierung festgelegten „Ehrensold“ in Höhe von 199.000 € im Jahr für einen Ex-Bundespräsidenten hat in den letzten 4 Monaten besonders hohe Wellen geschlagen. Dieser Ehrensold wurde in der Bundesrepublik im Jahre 1959 eingeführt.
Die Alt-Bundespräsidenten bekommen noch im Jahr 280.000 € zur Bezahlung eines PKW Fahrers, eines/r Mitarbeiters/in, eines PKWs und eines komplett eingerichteten Büros, einschließlich der Monatsmiete, dazu. Und dies ein Leben lang nach dem Ausscheiden aus dem Amt als Bundespräsident.
Nun wünschen wir allen Menschen ein langes Leben, aber jede Rentnerin oder jeder Rentner hätte einen angemessenen Ehrensold verdient, denn auch sie haben gearbeitet und ihren Beitrag geleistet.
Zum besseren Verstehen eine kleine Übersicht
Alle Alt-Bundespräsidenten bekommen seit x J. (vielen) Jahren diese Vergünstigungen und kosteten uns dem Steuerzahler bisher y Mill. €.
* Walter Scheel > seit 33 J. > 16,0 Mill. €
* Richard von Weizsäcker > seit 18 J. > 8,7 Mill. €
* Roman Herzog > seit 13 J. > 6,3 Mill. €
* Horst Köhler > seit 2 J. > ~ 1,0 Mill. €
- Herr Köhler soll erklärt haben, er verzichte auf den Ehrensold.
Ein Vergleich zum Nachdenken
Eine Rentnerin oder ein Rentner, sie sind mit 65 Jahren in Rente gegangen und erhalten im Monat 1.000 € Rente, müssten 16,6 Jahre Rentner sein, um die Summe von 199.000 € zu erhalten, was ein Alt-Bundespräsident in einem Jahr bekommt - von uns Steuerzahlern. Er bezahlt dafür keinen „müden“ Euro in die Rentenkasse ein.

