Erinnerungen an Bulgarien
Von Wolfgang Jähring im Blickpunkt 11/2011;
Gerne erinnere ich mich noch heute an meinen ersten Urlaub am Schwarzen Meer im Jahre 1967. Meine Freunde und ich diskutierten bei einem Kneipenbummel die Möglichkeit einer Bulgarienreise.
Von Wolfgang Jähring im Blickpunkt 11/2011
Gerne erinnere ich mich noch heute an meinen ersten Urlaub am Schwarzen Meer im Jahre 1967. Meine Freunde und ich diskutierten bei einem Kneipenbummel die Möglichkeit einer Bulgarienreise. Gewiss, eine solche Reise war nicht gerade billig für uns Jungfacharbeiter. Aber nachdem wir reichlich dem Bier zugesprochen hatten, war der Preis Nebensache und wir wurden uns einig, die ca. 1.200,- DDR-Mark zu ersparen.
Im Juli 1967 war es dann soweit und wir flogen mit einer IL 14 der Interflug nach Burgas. Von dort aus ging es mit dem Bus weiter nach Slantcew Brjag (Sonnenstrand) in Nessebar. Uns empfing dort strahlender Sonnenschein und das Schwarze Meer mit Wellengang. Der weiße Strand lud uns förmlich zum Baden ein. Natürlich machten wir reichlich Gebrauch davon. Es war einfach herrlich, bei Wassertemperaturen von ca. 25 °C in diesem klaren Wasser zu baden.
Slantcew Brjag liegt ca. 5 km von der Halbinsel Nessebar entfernt und ist gut mit dem Bus bzw. Schiff erreichbar. Der Ort liegt auf einer Insel und ist durch einen etwa 400 m langen Damm mit dem Festland verbunden. Nessebar gilt als eine der ältesten Siedlungen Europas. Auf Schritt und Tritt findet man Zeugnisse mittelalterlicher Baukunst. Damals war der Ort noch ein verträumtes Fischerdorf und für den Tourismus kaum erschlossen. Bei Exkursionen nach Varna, Kap Elenite und die nähere Umgebung lernten wir die Sitten und Gebräuche der Bulgaren kennen.
Mich faszinierte schon immer die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen dort.
Wir verbrachten 14 wunderschöne Tage an diesem herrlichen Ort und zurückgekommen in die DDR, schwärmten wir in den höchsten Tönen von dieser Reise. Diese Eindrücke übertrugen sich sicherlich auch auf meine Familie, so dass wir mit unserem Sohn 1993 erneut nach Nessebar reisten. Wir unternahmen dabei zahlreiche Exkursionen - z.B. nach Sozopol und nach Burgas und knüpften dabei viele Kontakte. Meiner Familie gefiel Bulgarien dabei so gut, dass wir diese Reise dorthin wiederholten.
Als dann unsere Tochter für 3 Jahre nach Varna übersiedelte, richteten wir unsere Urlaubsplanung entsprechend ein und suchten uns ein Hotel in ihrer Nähe. Wir fanden ein Quartier in Sveti Konstantin, einer Art Vorort von Varna. Durch sie lernte ich Varna erst richtig kennen.
Varna gilt zu Recht als Perle des Schwarzen Meeres und liegt auf dem gleichen Breitengrad wie Monaco, Cannes oder Nizza. In Varna findet man zahlreiche Hotels, Gaststätten, Cafes und Bistros. Das Zentrum der Stadt ist ein großer Park mit vielen Sehenswürdigkeiten. Von hier aus sind die Ferienorte Albena und Goldener Strand mit ihren herrlichen Stränden sowie Balcik und Russalka schnell zu erreichen.

