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Foto: Hans-Jürgen Fischer

OB-Wahl 2009 in Bitterfeld-Wolfen – warum kandidiere ich?

 

Von Dagmar Zoschke

 

Welch große Hoffnungen hatten wir alle im Sommer 2007 an die Gründung der Stadt Bitterfeld-Wolfen geknüpft.

 

 

Von Dagmar Zoschke

Welch große Hoffnungen hatten wir alle im Sommer 2007 an die Gründung der Stadt Bitterfeld-Wolfen geknüpft. Es ging das Wort von der viertgrößten Stadt im Land um, von der Ausgeglichenheit des Haushaltes war die Rede, von mehr gemeinsamen Möglichkeiten auf vielen Gebieten, von gewachsenen Chancen und großer Entwicklung.

Was ist geblieben?

Ernüchterung, Resignation, Aufbegehren, einzelne Versuche die Mauer: das war schon immer so, zu durchbrechen; leider spüren Bürgerinnen und Bürger, Stadträtinnen und Stadträte viel zu wenig von diesen Verheißungen der Entwicklung innerhalb dieses Prozesses des Zusammenwachsens. Und das es ein Prozess ist, darüber sind wir uns sicher alle einig.

Ist dies nun der Moment, wo wir den Kopf in den Sand stecken, aufgeben und uns in Nischen zurückziehen sollten oder gehen wir Schritte nach vorn und ergreifen die Chance, die sich mit der anstehenden OB-Wahl ergibt.

Ich denke, Letzteres steht uns gut zu Gesicht und deshalb kandidiere ich zur Wahl der Oberbürgermeisterin von der Stadt Bitterfeld-Wolfen. 

Mein Anspruch ist, Kommunalpolitik muss zielorientiert sein, viele Menschen einbeziehen und letztlich auch Spaß machen. Dies ist uns alles in den letzten Jahren irgendwie abhanden gekommen und zu merken am steten Rückgang der Wahlbeteiligung oder dem Abwinken vieler Menschen,  wenn  es  um  ihre  Mitwirkungsmöglichkeit und Notwendigkeit geht.

Wir, d. h. die gewählten Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker sind im Auftrag von Wäh¬lerinnen und Wählern tätig. Ihre Interessen gilt es zu vertreten, sie müssen wir mit ihren Anliegen ernst nehmen und nicht vordringlich erleichtertes Handeln für Verwaltung ermöglichen. Es beginnt mit der Verständlichkeit unserer Satzungen, Bescheide oder von Beschlüssen, geht über den Kontakt zu Einwohnerinnen und Einwohnern bis hin zu mehr Mitwirkungsmöglichkeiten für Alle. Demokratie wächst mit ihren eigenen Möglichkeiten und ihrer Lebendigkeit. Mir schweben solche Entscheidungen vor, wie das Wieder-Ermöglichen von Einwohnerfragestunden in den Ortschaftsräten oder Bürgerhaushalte für jeden Stadtteil, hier vor Ort sollen die Bürgerinnen und Bürger entscheiden, welche investive Maßnahme durchgeführt werden soll oder wie das wenige Geld, über das wir verfügen, sinnvoll eingesetzt werden kann. Wer sagt uns eigentlich, dass Bürgermeister oder Oberbürgermeister nur einmal im Jahr Einwohnerversammlungen durchführen können.

Mir fehlt auch immer noch die Verbundenheit mit diesem Abenteuer „Gemeinsame Stadt“ - hier liegen so viele Chancen und Möglichkeiten. Gleiche Augenhöhe der beteiligten Partner darf nicht nur Worthülse sein, sondern muss vertrauensvoll immer wieder Ziel und Ergebnis des Miteinanders sein. Dies ist aber auch verbunden mit dem Gefühl: „Wir gehören dazu“. Dazu müssen wir wieder lernen, aufmerksam zu zuhören, mit einander zu reden und auch Visionen zu entwickeln, auch wenn wir wissen, es wird nicht alles sofort zu realisieren sein.

Wichtig ist auch, jetzt schon vorhandene Ideen und Vorschläge zu sammeln. Also, wer dies hier liest, bitte sendet mir /senden Sie mir eure / Ihre Vorschläge, Hinweise, Anregungen zu, um mehr Demokratie möglich und wirklich werden zu lassen.

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