Wir sind wieder bei Marx, unter seinem Banner
Von Klaus Fettig
Diese historischen Worte sagte Rosa Luxemburg vor 90 Jahren auf dem Gründungsparteitag der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) an der Jahreswende von 1918 zu 1919 in Berlin.
Von Klaus Fettig
Diese historischen Worte sagte Rosa Luxemburg vor 90 Jahren auf dem Gründungsparteitag der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) an der Jahreswende von 1918 zu 1919 in Berlin. Das waren nur wenige Wochen nach der Beendigung des 1. Weltkrieges, dem mehr als 10 Millionen Menschen zum Opfer fielen.
An diesem Parteitag nahmen insgesamt 85 Delegierte aus ganz Deutschland teil. Es war ein gesetzmäßiger Schritt der Loslösung vom Sozialchauvinismus der damaligen SPD-Führung und die Notwendigkeit der Schaffung einer revolutionären Partei im Interesse der deutschen Arbeiterbewegung.
Ende des Jahres 1918 zeichnete sich ein Abschwung der Novemberrevolution ab. Auf dem Reichsrätekongress Anfang Dezember 1918 unterstützte die Mehrheit der Obleute den Aufruf der sozialdemokratischen Regierung Ebert-Haase zur Organisierung von „freien und demokratischen Wahlen“ und zur Schaffung einer parlamentarischen Republik. Die revolutionären Kräfte im Spartakusbund waren nicht in der Lage, die Bewegung in die Richtung der sozialistischen Umgestaltung der Gesellschaft zu führen. Die Gründung einer revolutionären Partei wurde immer objektiver. Es war ein langwieriger, oft schmerzlicher Prozess - von der Herausbildung der deutschen Linken innerhalb der Sozialdemokratie, der Ablehnung der Kriegskredite im Dezember 1914 durch Karl Liebknecht im Reichstag, der Bildung des Spartakusbundes (Gruppe Internationale) im Januar/März 1916 bis hin zur Gründung der KPD (Spartakusbund).
Zur Führung und den Mitgliedern der Zentrale gehörten - Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg, Käte und Hermann Duncker, Hugo Eberlein, Paul Frölich, Leo Jogiches, Paul Lange, Paul Levi, Ernst Meyer, Wilhelm Pieck, August Thalheimer. Das Zentralorgan war „Die Rote Fahne“.
Von Beginn an wurde die KPD bekämpft. Nur ein Beispiel - dem Aufruf der Reichwehr Anfang Januar 1919 „Deutsche, wehrt euch! Schlagt ihre Führer tot!“. Das wurde grausame Wirklichkeit - am 15. Januar 1919 wurden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg in Berlin ermordet. Die Entwicklung der KPD konnte diese Bluttat nicht aufhalten. Im Jahre 1920 vereinigte sich die KPD mit den linken Kräften der USPD zur VKPD. Unter der Führung von Ernst Thälmann entwickelte sich die KPD zur revolutionären Massenpartei. Den höchsten Blutzoll erfuhr die KPD in der Zeit des Kampfes gegen den Faschismus. Von 360 000 Mitgliedern wurden fast die Hälfte ermordet.

