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Matthias Schütz: "Wer sich für linke Politik interessiert, ist bei uns willkommen."

Linksjugend [ 'solid ] Anhalt-Bitterfeld lädt zur Mitarbeit ein;

Interview von Dietmar Maretzky mit Matthias Schütz, Blickpunkt 03/2013;

Engagiert und schwungvoll meldete sich Matthias Schütz auf der kürzlichen Mitgliederversammlung des Ortsverbandes "Stadt Südliches Anhalt" zu Wort. Durch ihn erhielten die Genossinnen und Genossen Informationen über die Jugendorganisation unserer Partei, die Linksjugend [ 'solid ] in Anhalt-Bitterfeld.

 

 

Linksjugend [ 'solid ] Anhalt-Bitterfeld lädt zur Mitarbeit ein 

Interview von Dietmar Maretzky mit Matthias Schütz

 

Engagiert und schwungvoll meldete sich Matthias Schütz auf der kürzlichen Mitgliederversammlung des Ortsverbandes "Stadt Südliches Anhalt" zu Wort. Durch ihn erhielten die Genossinnen und Genossen Informationen über die Jugendorganisation unserer Partei, die Linksjugend [ 'solid ] in Anhalt-Bitterfeld. Wir meinten, das könnte für alle Leser des "Blickpunkt" aufschlussreich sein, und baten Matthias Schütz um ein Gespräch, in das er gern einwilligte.

Einiges zu seiner Person: Er ist 29 Jahre alt, wohnt in Libehna und erlernte den Beruf eines Verfahrensmechanikers für Kunststoff- und Kautschuktechnik. Er arbeitet in der Firma Poli-Coat in Weißandt-Gölzau als Teamleiter für Qualitätssicherung. Bereits mit dem 18. Lebensjahr wurde Matthias auf der Liste der PDS Mitglied des Gemeinderates seines Wohnortes. 2009 trat er der Partei DIE LINKE bei. Im selben Jahr wurde er in den Stadtrat der neuen "Stadt Südliches Anhalt" gewählt und gehört der Fraktion Sport / Feuerwehr / DIE LINKE als stellvertretender Vorsitzender an.


Das Interview mit Matthias Schütz führte Dietmar Maretzky.


Wie kam es zur Bildung einer linken Jugendgruppe in unserem Kreis?

M. Sch.: Im letzten Sommer erschienen drei Köthener Jugendliche im Bürgerbüro in der Schlosspassage und fragten nach Informationsmaterialien, die sie verteilen wollten. Ronald Maaß, der Vorsitzende unserer Kreistagsfraktion, nahm das zum Anlass, diese Jugendlichen und junge Mitglieder unserer Partei zu einem Gespräch einzuladen. Auch ich gehörte zu diesen jungen Genossen. Insgesamt folgten sieben Interessenten der Einladung. Wir stellten gemeinsame linke Interessen fest und vereinbarten, uns regelmäßig zu treffen.

 

Das war also der erste Schritt. Wie ging es weiter?

M. Sch.: In den darauffolgenden Zusammenkünften entwickelte sich der Gedanke, einen linken Jugendverband unseres Kreises zu gründen.Mitte August war es dann schon so weit, dass wir die Linksjugend [ 'solid ] Anhalt-Bitterfeld als Basisorganisation des 'solid-Bundesverbandes bildeten. Zu den Begründern zählten Elisabeth Reinicke aus Aken, Andrè Giebler aus Roitzsch und ich. Wir gehören zugleich der Partei DIE LINKE an. Die anderen vier Teilnehmer unterstützen uns bei unseren Zusammenkünften und Aktionen als Sympathisanten.


Was wollt ihr?

M. Sch.: Wir verstehen uns als Interessenvertretung linker Jugendlicher, die der Partei angehören bzw. ihr nahestehen. Schon der Name [ 'solid ] bestimmt unsere Inhalte: so = sozialistisch, li = links, d = demokratisch. Diesen Inhalten folgend, greifen wir auf, was Jugendliche interessiert und beschäftigt. Faschistisches, rassistisches, antisemitisches und sexistisches Gedankengut hat bei uns keinen Platz. Wer sich für linke Politik interessiert, ist bei uns willkommen. - Wir treffen uns vierzehntägig donnerstags, 18:00 Uhr. Die genauen Termine sind auf der öffentlichen Seite von Facebook unter Linksjugend['solid]Anhalt-Bitterfeld zu erfahren.

 

Nicht im Hinterstübchen verstecken
Wie versteht ihr, junge Menschen für [ 'solid ] zu interessieren?

M. Sch.: Wir wollten uns nicht im Hinterstübchen verstecken, sondern uns im Landkreis Aufmerksamkeit verschaffen. Deshalb fand am 20. Oktober in der Stadiongaststätte Köthen unsere offizielle Gründungsveranstaltung statt. Dabei unterstützten uns der Kreisverband DIE LINKE Anhalt-Bitterfeld und das Alternative Kulturwerk (AKW) Bitterfeld. Die Einladung erfolgte durch Flyer, Facebook und persönliche Gespräche. Die Resonanz war erfreulich. Wir konnten über 150 zumeist jugendliche Gäste begrüßen. Diese Teilnehmerzahl war natürlich auch dem Umstand zu verdanken, dass drei bekannte Bands unter dem Motto "Rock gegen Rechts" aufspielten: "Pyro One" aus Berlin, "Country Folk" aus Leipzig und "The Lamplighters" aus Köthen. Unter den Gästen befanden sich zu unserer Freude die linken Landtagsabgeordneten Henriette Quade, Dagmar Zoschke und Swen Knöchel. Während der Veranstaltung und danach nutzten wir mit ihrer Hilfe viele Gelegenheiten, um mit Jugendlichen über unsere Anliegen ins Gespräch zu kommen.


Was sind eure nächsten Ziele?

M. Sch.: Wir sind dabei, einen Aktionstag in Bitterfeld zu organisieren, um auf die menschenunwürdige Lebenssituation von Asylanten aufmerksam zu machen und für eine humane Asylpolitik einzutreten. Des Weiteren bringen wir uns in den Wahlkampf der Linkspartei zur Bundestagswahl ein, wobei wir vor allem Jan Korte unterstützen wollen, der für DIE LINKE im Wahlkreis Anhalt um das Direktmandat kämpft. Selbstverständlich dürfen wir auch nicht vergessen, unseren Jugendverband weiter zu festigen. Bisher haben uns dabei besonders Annett Czichy (Mitarbeiterin der Kreistagsfraktion), Hendrik Rohde (Mitarbeiter von Jan Korte), Frank Ressel der Vorsitzende des Kreisverbandes Anhalt-Bitterfeld sowie Ronald Maaß geholfen. Dafür möchten wir uns sehr herzlich bedanken.

 

 

Matthias, vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen der Linksjugend viel Erfolg bei der weiteren Arbeit. 

 

Weitere Infos auf den darunter stehenden Webseiten:

Facebook  

Webseite auf der Seite des KV Anhalt-Bitterfeld

 

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