80 Jahre Machtergreifung des Hitlerfaschismus
Von Manfred Wiesnewsky, Blickpunkt 03/2013;
Am 2. Februar 2013 hielt Genosse Heinz Calvelage vor den Mitgliedern des „RotFuchs“-Fördervereins und der Partei DIE LINKE einen Vortrag zum Thema „80 Jahre Machtergreifung des Hitlerfaschismus“. Er führte aus, dass mit der Machtergreifung des Faschismus am 30. Januar in Deutschland der tragischste Zeitabschnitt unserer Geschichte begann und die mörderische Diktatur gegen jeglichen gesellschaftlichen Fortschritt sowie der Marsch in den II. Weltkrieg einsetzte.
Von Manfred Wiesnewsky, Blickpunkt 03/2013
Am 2. Februar 2013 hielt Genosse Heinz Calvelage vor den Mitgliedern des „RotFuchs“-Fördervereins und der Partei DIE LINKE einen Vortrag zum Thema „80 Jahre Machtergreifung des Hitlerfaschismus“. Er führte aus, dass mit der Machtergreifung des Faschismus am 30. Januar in Deutschland der tragischste Zeitabschnitt unserer Geschichte begann und die mörderische Diktatur gegen jeglichen gesellschaftlichen Fortschritt sowie der Marsch in den II. Weltkrieg einsetzte. Mit diesem Tag haben die deutsche Arbeiterklasse und alle fortschrittlichen Kräfte ihre größte Niederlage erlitten, weil alle Anstrengungen, das alte System zu stürzen und den Faschismus zu verhindern, erfolglos blieben. Genosse Calvelage beantwortete die Fragen, wie es geschehen konnte und welche Lehren aus diesem Abschnitt unserer Geschichte zu ziehen sind. Die erste Antwort verweist auf die seinerzeit herrschenden objektiven gesellschaftlichen Verhältnisse und deren Bedingungen. Das waren vor allem die lang andauernde Krise, der wachsende Einfluss der KPD im Wahlgeschehen einerseits und die zunehmend schwierige wirtschaftliche Situation von Millionen Menschen durch fortwährende Verschlechterung der Lebensbedingungen andererseits. Fehlender Wille zur Bündelung der Kräfte der Arbeiterklasse und wachsender Opportunismus, die Erkenntnis der reaktionären Kräfte, einen ihnen genehmen Ausweg aus dieser Krise suchen und finden zu müssen, führte schließlich zu einer verstärkten materiellen und politischen Unterstützung der faschistischen Bewegung. Die herrschende Klasse konnte schließlich ihr politisches System zur Erhaltung ihrer Macht errichten. Die Lehre aus der Geschichte und damit die Antwort auf die zweite Frage ist, dass der Faschismus Resultat und Produkt der allgemeinen Krise des Kapitalismus ist. Er wächst auf diesem Boden, stellt die extreme Entscheidung und zugleich ein Instrument der herrschenden Klasse zu ihrer Rettung dar. Er wird dann möglich, wenn die Klasse der Ausgebeuteten ihre Möglichkeiten verkennt und ohne einheitliche und klare politische Führung ist. So wie diese Gefahr vor 80 Jahren zur Realität wurde, so wird sie es auch heute, wenn die Bedingungen dazu geschaffen werden.
Vortrag von Heinz Calvelage

