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Der 65. Jahrestag der Vereinigung von KPD und SPD zur SED

 

Von Manfred Wiesnewsky, Blickpunkt 07/2011;

Zu diesem Ereignis von historischer Bedeutung führte Gen. Prof. Dr. Dieckmann aus, dass es nach Ende der faschistischen Schreckensherrschaft galt, eine Hauptlehre zu ziehen, die Einheit aller linken Kräfte zu schaffen.

 

 

 

Von Manfred Wiesnewsky, Blickpunkt 07/2011 

 

Zu diesem Ereignis von historischer Bedeutung führte Gen. Prof. Dr. Dieckmann (am 12.04. 2011 im KH Bitterfeld-Wolfen, Puschkinplatz) aus, dass es nach Ende der faschistischen Schreckensherrschaft galt, eine Hauptlehre zu ziehen, die Einheit aller linken Kräfte zu schaffen. Auf deutschem Boden fanden sich schon bald Genossen der beiden Arbeiterparteien zusammen und brachten ihre Gedanken ein, die Spaltung der deutschen Arbeiterklasse zu überwinden. Der Vereinigungsparteitag und die Bildung der SED im April 1946 war die logische Folge, die vom Geist des Marxismus durchdrungenen Grundsätze der neuen Partei das Zeugnis bereits vorhandener prinzipieller Übereinstimmung. Schon unmittelbar darauf wanden sich rechte SPD-Führer gegen die, wie sie es nannten, Zwangsvereinigung und trugen so ihren Anteil zur Hysterie des Antikommunismus bei, den der große deutsche Schriftsteller Thomas Mann als die Grundtorheit der Epoche bezeichnete. Aus einer begangenen Torheit kann man lernen, doch dazu ist das Großkapital wohl nicht in der Lage. Deshalb ist und bleibt der Antikommunismus  Staatsdoktrin und einer antikommunistischen Hetzkampagne gegen die nicht mehr existierende DDR folgt die andere. Der dadurch zum Ausdruck kommende absurd anmutende Hass, so Gen. Dieckmann, ist ein Reflex der Tatsache, dass die DDR über mehrere Jahrzehnte den Mythos der Unentbehrlichkeit der Kapitalistenklasse auf deutschem Boden erfolgreich zerstört hat. Das wird man nie verzeihen. Des Weiteren ging Gen. Dieckmann auf das Wesen der Demokratie ein, im bürgerlichen Sinne eine so genannte Volksherrschaft, nach Marx und Lenin jedoch ein Mehrheitsentscheidungen anerkennender Staat. Die bürgerlich-parlamentarische Demokratie ist auch für die Arbeiterklasse nicht gering zu schätzen, wenn die Alternative Faschismus heißt. Deshalb ist sie in stürmischen Zeiten gegen reaktionärste und aggressivste Teile des Monopolkapitals auch von den “RotFüchsen“ in einer Reihe mit demokratisch gesinnten Menschen zu verteidigen.

Sozialistische Demokratie, das lehren uns die bitteren Erfahrungen aus dem Niedergang der DDR, funktioniert nur, wenn das Volk über harte Sachzwänge informiert ist, wenn offen ohne realitätsferne Beschönigung debattiert wird. Nur dann werden die Bürger Probleme zur Kenntnis nehmen und bei der Lösung aktive Unterstützung gewähren. Das war Ende der achtziger Jahre immer weniger der Fall. Schließlich sollte jeder, der nach ehrlichen Antworten auf die Fragen nach unserer Niederlage sucht, Friedrich Engels “Revolution und Konterrevolution“ von 1851 lesen, wo es heißt: „… wenn man aber nach den Ursachen der Erfolge der Konterrevolution forscht, erhält man von allen Seiten die bequeme Antwort, Herr X oder Bürger Y habe das Volk ‚verraten’. Diese Antwort mag zutreffen oder auch nicht, je nach den Umständen, aber unter keinerlei Umständen erklärt sie auch nur das Geringste, ja sie macht nicht einmal verständlich, wie es kam, dass sich das ,Volk‘ derart verraten ließ.“ (MEW, Bd.8, S.6) Eine klare Sprache in der Auseinandersetzung mit den ständigen antikommunistischen Anfeindungen des Gegners, bei denjenigen, die sich bei ihm anbiedern und bei der Suche nach eigenen Versäumnissen ist das Gebot der Stunde. 

 

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