Deutschland ist kein Sozialstaat
Von Barbara Werner, Blickpunkt 10/2010;
Mit der Auflösung der DDR ist auch der „Sozialstaat“ in der BRD nach und nach gestorben. Der Kapitalismus (auch in der BRD) hat keine Almosen für Schwächere übrig.
Von Barbara Werner
(Artikel aus Blickpunkt 10/2010)
Mit der Auflösung der DDR ist auch der „Sozialstaat“ in der BRD nach und nach gestorben. Der Kapitalismus (auch in der BRD) hat keine Almosen für Schwächere übrig. Das kapitalistische System zeigt keine Neigungen, um schwachen Bürgern selbstlos zu helfen oder sie gar zu unterstützen. Die Kürzungen begannen ja gleich nach dem Anschluss der DDR an die BRD, denn Gehälter, Löhne und andere Leistungen waren im Osten von Anfang an geringer als in der alten BRD und dies ist auch heute noch so. Im Gegensatz dazu wurden alle Ausgaben für Mieten, Gesundheit, Kultur, Bildung wesentlich teurer. Dabei sollte der Anpassungsprozess nach dem Einigungsvertrag schon längst abgeschlossen sein.
Auch gibt es keine gesamtdeutsche Verfassung, wie es im Einigungsvertrag steht. Warum wohl? Das Kürzungspaket ist die weitere Bestätigung, dass es in Deutschland keinen „Sozialstaat“ und eine „soziale Marktwirtschaft“ im Kapitalismus schon gar nicht gibt.
Deshalb beteiligte ich mich auch an der Aktion
„Sparpaket – Annahme verweigert“
an den Ortsschildern von Bitterfeld-Wolfen und Sandersdorf-Brehna.

