Skip to main content

Druck machen – Gegen soziale Kälte

Von Günther Lidke, Teilnehmer an der Demo in Hannover, Blickpunkt 12/2010;

Unter dieser Losung erfolgte am 6. Nov. 2011 in Hannover eine Demo durch die Innenstadt. Aufgerufen hatte der DGB und andere Verbände, so z. B. der SoVD.

 

 

Von Günther Lidke, Teilnehmer an der Demo in Hannover, Blickpunkt 12/2010

 

Unter dieser Losung erfolgte am 6. Nov. 2011 in Hannover eine Demo durch die Innenstadt. Aufgerufen hatte der DGB und andere Verbände, so z. B. der SoVD. Stark vertreten war auch die Partei DIE LINKE. So fuhren allein aus Bitterfeld-Wolfen sieben Genossen und vom Arbeitslosenselbsthilfeverein weitere drei Mitstreiter mit den in Bitterfeld-Wolfen eingesetzten zwei Bussen zur Demo nach Hannover mit. Beide Busse waren voll besetzt.

Laut Michael Sommer, Vorsitzender des  DGB waren 15.000 Demo-Teilnehmer in Hannover anwesend. Gegen die „soziale Kälte“ der Bundesregierung demonstrierten am 6. und 13. Nov. 2010 in Stuttgart über 45.000, in Dortmund über 14.000, im Nürnberg ca. 30.000 und in Erfurt ca. 6.000 Personen. Insgesamt haben über 100.000 Menschen an den Demonstrationen in der BRD teilgenommen. Die Anzahl der Teilnehmer ist hoch, kann aber nicht zufrieden stellen, da die schwarz-gelbe Regierung anscheinend davon nicht beeindruckt ist. 

Michael Sommer hatte recht:
Die Monate September bis November 2010 sind ein heißer Herbst geworden. Nur eben nicht so, wie der DGB-Chef es prophezeit hatte. Bürgerinitiativen in Stuttgart und im Wendland haben in den letzten Tagen und Wochen dem Merkel-Kabinett gezeigt, was eine Harke ist.

Insgesamt ist festzustellen:
Die Zeiten der Sozialpartnerschaft sind längst vorbei, deshalb lockt man mit lauwarmen Protesten auf der Basis alter Rituale heute nur wenige hinterm Ofen hervor. Die Proteste müssen also energischer werden, damit die Regierenden merken, dass die Wut der Betroffenen groß ist.

Zurück zum Kopf der Seite